Zug-Wettbewerb mit Schlittenhund um 1900.

Zughundesport und seine Geschichte im Allgemeinen

Ich möchte in diesem Artikel nicht speziell auf Weight-Pull eingehen, sondern aufzeigen, dass es Zughunde schon seit vielen Jahrhunderten gibt. Ersteinmal sollte man aber wissen, dass Hunde schon immer auch zu einem bestimmten „Zweck“ gezüchtet worden sind, also vom Beginn der Domestizierung bis in die heutige Zeit hatten Hunde immer eine Arbeit, die sie erledigen durften. Dafür waren Sie da und dafür wurden sie belohnt.

Aufgrund der derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklung ergibt es sich, dass die meisten Hunde ihren "Zweck", also ihren Job, verlieren, denn heute dürfen die meisten Hunde nicht mehr Jagen und  auch das "Beschützen" ist nicht wirklich erwünscht. Denn wenn der Hund in der Mietwohnung anschlägt, dann wird von den lieben Nachbarn geklagt.

Aber zurück zur Geschichte der Zughunde und ihrer Arbeit. Es gab also schon vor Jahrhunderten große Zughunderassen, die eingesetzt worden sind, um in Kriegszeiten unter anderem kleine Kanonen zu ziehen (z.B. der englische Mastiff) oder um mittelgroße Karren von fahrenden Händlern / Scherenschleifern etc. zu ziehen. Typische Hunde hierfür waren immer der Berner Sennen Hund, Neufundländer, Bernhardiner, aber auch der deutsche Rottweiler oder andere bullartige Rassen / Mischlinge wurden als Arbeitshund für mittelschwere Lasten eingesetzt. Selbst die Schäfer nutzten ihre Schäferhunde zum Transport von Proviant. Die aber wohl bekannteste Art und Weise des Zughundes ist und bleibt der nordische Schlittenhund mit seinen typischen Rassen wie Beispielsweise den Malamut oder den Husky.

Hier ein Bild aus dem europäischen Raum:

 

Europäische Zughunde mit Milchkarren um 1900

Das älteste Dokument eines Hundes als Zugtier stammt von einer griechischen Vase, datiert auf etwa 500 v. Chr. Der römische Geschichtsschreibern Lampridius (218 bis 222 n. Chr ) schreibt folgendes:

„Die Hunde wurden nicht nur gefüttert mit Gänseleber, sondern ihrer vier vor einen Wagen gespannt und mit ihnen in seinem Palast und auf den Landgütern herumkutschiert.“

Die Nutzung von Hunden als "Zugtiere des armen Mannes" war dagegen zumindest vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert hinein durchaus verbreitet; um 1900 soll es noch rund 150.000 derartige Karrenhunde gegeben haben. Große Hunde sollen sogar anatomisch besser zum Ziehen von Karren und Hundeschlitten geeignet sein als z. B. Pferde. Mit Sicherheit war jedoch die Anschaffung und Haltung von Zughunden erschwinglicher. Ein Zughund kann über längere Strecken bis zum Drei- bis Fünffachen seines Körpergewichtes ziehen! So fand er auch bis ins 20. Jahrhundert Verwendung als Wagenzughund. Hierzu gab es im 2007 eine genauere Untersuchung im Rahmen einer Dissertation  von Fr. Dr. vet. Silke Habrock. (wir gehen unter der Rubrik Recht/Gesetzt etwas genauer auf die Untersuchungen und Ergebnisse von Fr. Dr. vet. S.Habrock ein).

Während die Verwendung des Hundes (egal welche Rasse) als Schlitten- bzw. Zughund, insbesondere in den moderneren Mushingformen wie Bikejörging oder bei Dogscooter-Rennen, wieder deutlich an beliebtheit zugenommen  hat und mittlerweile schon einen Status als Breitensport erreicht, ist der Wagenzughund international in den 50er-80er Jahren international geächtet worden. Bei den Bemühungen des Tierschutzes seinerzeit ging es darum, Schädigungen der Tiere zu verhindern. Damals waren Verletzungen an der Wirbelsäule duch die Einachserwagen häufig anzutreffen. Diese resultierten aus der Art der Auflage bzw. durch die Kraftaufnahme über den Rücken/die Wirbelsäule und aus dem "Schaukeln" des Wagens, durch das ein ständig wiederholter Druck auf die Wirbelsäule entstand und Deformationen verursachen konnte. Es traten aber auch vermehrt Schäden an Fell und Haut auf, welche durch schlecht angepassten und nicht ausreichend gepolsterten Geschirren verursacht wurden.

Die eben beschriebenen Belastungen haben aber nichts mit den Belastungen bei Schlittenhunden oder auch bei unseren Weight-Pull Hunden zu tun. Hier liegt das Gewicht an der Brust und nicht von oben auf die Wirbelsäule. Insbesondere sind die Geschirre gut gepolstert, in der Regel Maßangefertigt und breiter ausgelegt, um eine breitere Auflage und bessere Kraftverteilung zur gewährleisten, als handelsübliche Geschirre.

 

D.Wegner

 

 

 

english version

Draft dogs sport and its history in general

I do not specifically address in this article on Weight- Pull, but to show that there are draft dogs for many centuries . First of you should know that dogs have always been bred to a specific "purpose ", ie from the beginning of domestication to the present day dogs have always had a job that they could do but . For that, you were there and they were rewarded for it .

Due to the current social development , it is found that most dogs their "purpose ", ie lose their job , because today, most dogs can no longer hunt and also the " Protect " is not really desirable. Because if the dog strikes in the apartment , then sued by the dear neighbor.

But back to the history of the draft dogs and their work. There were so many centuries ago large Zughunderassen that have been used to draw in times of war , among other small guns ( eg , the English Mastiff ) or to pull carts medium of traveling merchants / scissors grinders etc. . Typical dogs this were always the Bernese Mountain Dog , Newfoundland , Saint Bernard , but also the German Rottweiler or other bull -type breeds / hybrids were used as a working dog for medium loads . Even the shepherds used their shepherd dogs for transporting supplies. The but is probably most well-known way of Zughundes and remains the Nordic sled dog breeds such as with its typical example, the Malamute or Husky.


The oldest document of a dog as a draft animal comes from a Greek vase , dated to about 500 BC The Roman historians Lampridius ( 218-222 AD ) wrote the following :

" The dogs were not only lined with foie gras, but stretched her four to a wagon and herumkutschiert with them in his palace and on the farms . "

The use of dogs as " beasts of burden of the poor man ", however, was quite common at least from the Middle Ages until the 20th century ; in 1900 it should have been around 150,000 such carts dogs. Large dogs should be even anatomically better suited for pulling carts and dog sledding as eg horses . Certainly , however, the acquisition and maintenance of Zughunden was more affordable. A draft dog can pull over longer distances up to three to five times its body weight ! He also found until the 20th century use as Wagenzughund . For this purpose there was in 2007, a more detailed investigation as part of a dissertation by Mrs. Dr. vet. Silke Habrock . (we go under the category legal / law more closely to the investigations and results of Mrs. Dr. vet. S.Habrock a ) .

While the use of the dog ( no matter what breed ) has again increased significantly as a carriage or draft dog , especially in the modern Mushingformen as Bikejörging or Dogscooter race in popularity and now already achieved a status as a popular sport , the Wagenzughund is international in been internationally condemned the 50 - 80s. In the effort of animal welfare at the time it came to preventing injury to the animals. At that time, injuries to the spine duch the Einachserwagen were often encountered. This resulted from the type of pads or by the force absorption over the back / spine and from the "Rock " of the car, through which a constantly repeated pressure on the spine was and could cause deformations. But there were also increases damage to hair and skin, which are caused by poorly adjusted and not sufficiently padded harnesses .

The stresses just described have nothing to do with the stresses in sled dogs or even with our Weight- pull dogs. Here, the weight is located on the chest and not from the top of the spine. In particular, the harnesses are well padded, made ​​to measure and wider typically designed to provide a wider contact and better force distribution to ensure , as commercially available harnesses.

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